Welche Sicherheitsstufen gibt es?

Schloss mit Zahlencode

Aktenvernichter müssen sicher sein!

In Deutschland wird die Datensicherheit eines Aktenvernichters nach den fünf Sicherheitsstufen der DIN-Norm DIN 66399 bewertet. Die höchste Sicherheitsstufe 5 findet derzeit nur wenig Verwendung in der Praxis. Am häufigsten ist die Sicherheitsstufe 2 oder 3 anzutreffen. Vereinzelt wird auch eine sechste Stufe beworben, diese ist jedoch nicht genormt und kann je nach Hersteller unterschiedlich ausgelegt sein (Basis ist hier eine aus den USA stammende NSA-Richtlinie).

Sicherheitsstufe 1

  • empfohlen für allgemeines Schriftgut
  • bei Streifenschnitt: max. 12 mm Streifenbreite
  • bei Partikelschnitt: max. 1000 mm² Partikelfläche

Sicherheitsstufe 2

  • empfohlen für internes, nicht besonders vertrauliches Schriftgut
  • bei Streifenschnitt: max. 6 mm Streifenbreite
  • bei  Partikelschnitt: max. 400 mm² Partikelfläche

Sicherheitsstufe 3

  • empfohlen für vertrauliches Schriftgut
  • bei Streifenschnitt: max. 2 mm Streifenbreite
  • bei  Partikelschnitt: max. 4 mm Breite auf max. 60 mm Partikellänge (240 mm² Partikelfläche)
  • aber bei Kunststoffen (wie Kreditkarten oder Mikrofilm): max. 1 mm² Partikelfläche

Sicherheitsstufe 4

  • empfohlen für geheimzuhaltendes Schriftgut
  •  Partikelschnitt: max. 2 mm Breite auf max. 15 mm Partikellänge (30 mm² Partikelfläche)
  • aber bei Kunststoffen (wie Kreditkarten oder Mikrofilm): max. 0,5 mm² Partikelfläche

Sicherheitsstufe 5

  • für maximale Sicherheitsanforderungen
  •  Partikelschnitt: max. 0,8 mm Breite auf max. 15 mm Partikellänge (12 mm² Partikelfläche)
  • zerkleinerte grobe Asche, Suspension, Lösung oder Fasern
  • aber bei Kunststoffen (wie  Kreditkarten oder Mikrofilm): max. 0,2 mm² Partikelfläche

Sicherheitsstufe 6 (ungenormt)

  • für geheimdienstliche Sicherheitsanforderungen
  • Cross Cut: max. 1,0 mm Breite auf max. 5,0 mm Partikellänge (5 mm² Partikelfläche)
  • zerkleinerte feine Asche, Suspension, Lösung oder Fasern